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Fragen

Was im Erstgespräch gefragt wird

Die Fragen sind fast immer dieselben, und die Antworten stehen hier vollständig, einschließlich der Stellen, an denen sie unbequem sind.

Zusammenarbeit

Wie fängt ein Vorhaben an?

Mit einem Erstgespräch von etwa einer halben Stunde. Darin klären wir den Vorgang und die Frage, ob sich der Aufwand für Ihren Fall rechnet. Wenn nicht, sagen wir das. Ein Angebot folgt erst danach, und es ist beziffert.

Wer sitzt später im Projekt?

Dieselben Personen wie im Erstgespräch. Eine Übergabe vom Vertrieb an eine Umsetzung gibt es nicht, und damit auch nicht das zweite Gespräch, in dem alles noch einmal erklärt wird.

Wie lange dauert es, bis wir etwas sehen?

Nach zwei Wochen läuft ein Pilot an echten Daten, nach vier Wochen der produktive Betrieb. Das ist die obere Grenze, meist geht es schneller. Wo es länger dauert, liegt es an Abstimmungen, die früher hätten beginnen können.

Was brauchen Sie von uns?

Einen Fachbereich, der den Vorgang kennt, einen Zugang zum Identity Provider und eine Ansprechperson für Datenschutz und Mitbestimmung. Mehr nicht.

Kosten

Was kostet ein solches Vorhaben?

Der Pilot ist ein festes Paket und wird vor Beginn beziffert. Der Betrieb rechnet nach Verbrauch ab, mit einem harten Deckel je Kostenstelle, nicht nach Kopf. Eine Lizenz je Mitarbeitendem zahlt sich nicht aus, wenn nur zwanzig bis dreißig Prozent der Zugänge wöchentlich benutzt werden.

Wie verhindern wir eine Überraschung am Monatsende?

Durch den Deckel je Kostenstelle. Er gilt hart: Ist er erreicht, werden weitere Läufe abgelehnt, mit einer Meldung und nicht mit einem Fehler. Er ist keine Warnschwelle.

Welche Kosten stehen in keinem Angebot?

Vier: die Aufbereitung des Bestands, die Anbindung von Altsystemen, die Zeit der Fachbereiche für Schulung und die Arbeit an Mitbestimmung und Datenschutz. Alle vier sind absehbar, und wir nennen sie vor dem Angebot.

Datenschutz

Trainiert ihr Modelle mit unseren Dokumenten?

Nein. Ihre Inhalte gehen in eine Datenbank, nicht in Modellgewichte. Der Unterschied ist praktisch: eine Datenbank können Sie leeren, aus Gewichten bekommt sie niemand wieder heraus. Auch die Anbieter, über deren europäische Endpunkte wir zugreifen, trainieren mit den übermittelten Inhalten nicht. Das steht im Vertrag.

Wer ist alles beteiligt?

Sie als Verantwortlicher, wir als Auftragsverarbeiter, der Betreiber der Rechnerhalle und die Modellanbieter als Unterauftragsverarbeiter. Alle stehen namentlich im AV-Vertrag. Wo Modelle auf eigener Hardware laufen, entfällt der letzte Eintrag.

Sieht dann jeder alles?

Nein. Die Rechte werden bei jeder einzelnen Anfrage gegen Ihr Verzeichnis geprüft, nicht beim Indexieren. Wer ein Dokument nicht öffnen darf, bekommt es auch nicht zitiert, und die Verweigerung steht als Zeile im Protokoll, nicht als Lücke.

Haben Sie eine Zertifizierung?

Nein, und wir behaupten sie nicht. Eine ist in Vorbereitung; sobald sie vorliegt, steht sie mit Nummer und Geltungsbereich auf der Sicherheitsseite. Was stattdessen vorliegt: die vollständige TOM-Beschreibung, die Liste der Unterauftragsverarbeiter und das Prüfrecht im AV-Vertrag.

Betrieb

Muss alles in die Cloud?

Nein. Drei Betriebsmodelle: bei uns in Deutschland, dediziert mit eigener Datenbank und eigenem Schlüssel, oder vollständig in Ihrem Rechenzentrum. Die Anwendung ist in allen drei Fällen dieselbe; was sich ändert, ist der Ort und eine Zeile im Vertrag.

Was, wenn wir den Betrieb später selbst übernehmen wollen?

Dann übernehmen Sie ihn. Wir bauen mit quelloffenen Werkzeugen, die Ihre IT kennt: Kubernetes, Postgres, Keycloak, Grafana. Die Einarbeitung Ihres Teams gehört zur Übergabe. Es gibt keine Komponente, die nur wir betreiben können.

Was umfasst „Betrieb" genau?

Bereitschaft zu vereinbarten Zeiten, Sicherheitsaktualisierungen, Modellwechsel samt Testlauf, Nachziehen der Kapazität und einen monatlichen Bericht über Antwortzeiten, Fehlerquoten und Kosten je Kostenstelle.

Hängen wir danach an einem Modellanbieter fest?

Nein. Das Modell ist eine Einstellung, kein Fundament. Ein Wechsel ist eine Zeile in der Konfiguration, ein Testlauf und ein Rollout. Ein Teil der Modelle läuft auf eigener Hardware, ganz ohne Anbieter dahinter.

Verlässlichkeit

Was passiert, wenn das System etwas Falsches behauptet?

Jede Antwort trägt die Fundstelle, aus der sie stammt: Datei, Fassung, Abschnitt, Seite. Wer die Antwort prüfen will, öffnet die Fundstelle und liest die Stelle selbst. Findet das Retrieval nichts Passendes, sagt die Antwort das, statt zu raten. Und jeder Schritt steht mit Zeitstempel im Protokoll.

Können zwei gleiche Anfragen unterschiedliche Antworten bekommen?

Bei einem agentischen Ablauf ja. Das ist sein Wesensmerkmal und der Grund, warum ein Buchungslauf kein Fall dafür ist. Wo Wiederholbarkeit zählt, bauen wir ein Skript und sagen das.

Wie messen Sie, ob das Retrieval gut trifft?

An einer Fragemenge aus Ihrem Fachbereich: dreißig bis fünfzig echte Fragen, jede mit der Stelle, an der die Antwort steht. Sie entsteht im Piloten und bleibt danach das Maß für jede Änderung.

Mitbestimmung und Recht

Ist so ein System mitbestimmungspflichtig?

Meistens ja. § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG knüpft an die Eignung zur Überwachung an, nicht an die Absicht. Ein System, das je Anfrage protokolliert, ist dazu geeignet. Das ist keine schlechte Nachricht. Es heißt nur, dass die Frage beantwortet ist, bevor sie gestellt wird.

Wann muss der Betriebsrat einbezogen werden?

In Woche eins. Eine Betriebsvereinbarung, die nach dem Rollout verhandelt wird, hält das Vorhaben Monate auf, nicht wegen Blockade, sondern weil berechtigte Fragen Zeit brauchen. Die technische Grundlage dafür liefern wir vollständig.

Betrifft uns der EU AI Act?

Die meisten betrieblichen Anwendungen liegen im Bereich mit geringem Risiko; dort gelten vor allem Transparenzpflichten und seit Februar 2025 die Pflicht zur KI-Kompetenz. Anders liegt es bei Anwendungen im Personalbereich und bei allem, was Menschen bewertet. Die rechtliche Einordnung trifft Ihre Rechtsabteilung, wir liefern die technische Beschreibung.

Beraten Sie uns rechtlich?

Nein, und wir dürften es nicht. Was wir liefern, ist die technische Beschreibung: was das System tut, welche Daten es verarbeitet, was es protokolliert, wo es läuft und wer beteiligt ist. Auf dieser Grundlage entscheidet Ihre Rechtsabteilung.

Fachliche Fragen zu einer Leistung

Je Leistung stehen vier bis sechs weitere Fragen auf ihrer eigenen Seite: dort, wo auch die Architektur und das Vorgehen stehen.

Kontakt

Eine Frage, die hier nicht steht

Dann stellen Sie sie. Die Antwort kommt schriftlich, und wo wir sie nicht haben, sagen wir das.

Zwei Sätze genügen. Den Rest klären wir im Gespräch.